Was sind die Voraussetzungen für RAID 5?

Was tun, wenn Sie ein kleines oder mittleres Unternehmen sind – oder auch als Freelancer oder Berater arbeiten – und nicht das Kapital für Server mit hoher Kapazität aufbringen können? Sie brauchen dennoch schnelle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten und ausreichend Speicherplatz, aber die Kosten sind einfach zu hoch! Abhängig von Ihren Anforderungen könnte RAID 5 die Lösung sein. Doch was sind die Voraussetzungen für RAID 5?
Was ist ein RAID?
Speicherlösungen mit einem Redundant Array of Independent Disks (RAID) bieten eine hervorragende Möglichkeit, die Leistung mehrerer Festplatten zu maximieren. Wie bereits erwähnt, nutzen RAID-Konfigurationen sowohl Software- als auch Hardware-Komponenten, um mehrere Festplatten als eine Einheit zu betreiben. Das Ergebnis ist ein kostengünstiges und leistungsfähiges Datenspeichersystem.
Unterschiedliche RAID-Konfigurationen haben jeweils ihre eigenen Stärken, Schwächen und Anforderungen. Heute werfen wir einen Blick auf RAID 5, da es eine beliebte und vergleichsweise einfach umsetzbare Option ist. RAID 5 bietet extrem schnelle Lesezeiten, und selbst wenn eine Festplatte ausfällt, ist eine Datenwiederherstellung möglich. Das liegt daran, dass die Daten in kleine Fragmente aufgeteilt und auf die angeschlossenen Festplatten verteilt werden. Diese Methode nennt man Parität.
Natürlich gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten, bevor Sie Ihre Festplatten zu einem RAID 5 zusammenstellen. Jede Array-Konfiguration hat bestimmte Voraussetzungen, damit sie optimal funktioniert – und RAID 5 ist da keine Ausnahme. Was müssen Sie also wissen, bevor Sie RAID 5 einrichten?
Die 4 Anforderungen von RAID 5, die Sie kennen sollten
RAID-5-Anforderung Nr. 1: Die richtige Anzahl an Festplatten
Wie viele physische Festplatten werden für die Einrichtung von RAID 5 benötigt? Bei einer RAID-5-Konfiguration können drei bis sechzehn Festplatten verwendet werden, wobei vier Festplatten am häufigsten zum Einsatz kommen.
Obwohl für RAID 5 mindestens drei Festplatten erforderlich sind, entscheiden sich die meisten Nutzer für vier – wegen der Geschwindigkeit, Ausfallsicherheit und Speicherkapazität. Es klingt zunächst widersprüchlich, aber je mehr Festplatten mit dem Array verbunden sind, desto langsamer werden Lese- und Schreibvorgänge. Und je mehr Festplatten Sie hinzufügen, desto komplexer wird die Datenrettung im Falle eines Ausfalls.
Gleichzeitig gilt: Je weniger Festplatten in das Array eingebunden sind, desto mehr Speicherplatz geht verloren. Bei drei Festplatten reduziert sich der verfügbare Speicherplatz beispielsweise um 33 %. Wenn Sie also drei 1-TB-Festplatten (insgesamt 3 TB) in einem RAID-5-Verbund verwenden, stehen Ihnen nur 2 TB nutzbarer Speicher zur Verfügung.
Auch wenn Sie mehr als die Mindestanzahl an Festplatten für RAID 5 verwenden, verlieren Sie weiterhin Speicherplatz – allerdings nicht in dem Ausmaß. RAID 5 verliert stets die Kapazität einer angeschlossenen Festplatte, unabhängig von der Gesamtanzahl. Der Schlüssel liegt darin, ein gutes Gleichgewicht zwischen Speicherbedarf, Leistungserwartung und Risikobereitschaft zu finden.
RAID-5-Anforderung Nr. 2: Die passende Speicherkapazität
Ein entscheidender Faktor bei der Bestimmung, wie viele Festplatten in einer RAID-5-Konfiguration verwendet werden sollen, ist die Gesamtspeicherkapazität. In diesem Array ist es egal, ob drei oder sechzehn Festplatten angeschlossen sind – sie müssen alle die gleiche Kapazität haben.
Warum? Weil, wenn die angeschlossenen Festplatten nicht dieselbe Kapazität haben, sie so behandelt werden, als hätten sie die Kapazität der kleinsten Festplatte. Wertvollen Speicherplatz zu verschwendet ist ein absolutes No‑Go und muss unbedingt vermieden werden!
RAID-5-Anforderung Nr. 3: Ein eigener Hardware-Controller
Einige RAID-Konfigurationen basieren auf Software zur Verwaltung und Wartung ihrer Systeme. Andere verwenden hardwarebasierte Lösungen, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Für RAID 5 wird dringend empfohlen, einen dedizierten Hardware-Controller zu verwenden.
RAID-5-Hardware-Controller sind physische Chips, die entweder direkt auf das Mainboard aufgesetzt oder als eigenständige Erweiterungskarten verwendet werden. Sie sind nützlich, weil sie Paritätsdaten berechnen können, bevor die Daten auf alle Festplatten verteilt werden. Die Controller verwalten den physischen Speicherplatz der einzelnen Festplatten und optimieren die Leistung der Konfiguration mit zusätzlichem Festplattencache.
RAID-5-Anforderung Nr. 4: Fehlertoleranz
Sie sollten auf jeden Fall die Fehlertoleranz berücksichtigen, bevor Sie Ihre RAID-Konfiguration einrichten. RAID 5 verfügt über eine solide Fehlertoleranz, da das System auch bei Ausfall einer Festplatte weiterarbeiten kann. Sollten dennoch Daten verloren gehen, lassen sich diese mithilfe der Paritätsdaten auf den übrigen Festplatten rekonstruieren.
Es ist entscheidend, dieses RAID‑5-Erfordernis zu verstehen, denn anders als andere RAID-Konfigurationen kann ein RAID‑5-System nur den Ausfall eines Laufwerks tolerieren. Fällt mehr als eine Festplatte gleichzeitig aus, sind die Chancen auf Datenrettung deutlich geringer. Zudem wird die Wiederherstellung komplizierter und zeitaufwendiger, je mehr Festplatten dem Array hinzugefügt werden.
Die Wahl der passenden Anzahl an Festplatten für Ihre RAID‑5‑Konfiguration ist entscheidend, da diese Zahl direkten Einfluss auf die Fehlertoleranz hat.
Stehen Sie vor einem ausgefallenen RAID 5 oder Problemen mit einer anderen RAID-Konfiguration, können wir Ihnen helfen zu beurteilen, ob Ihre Daten wiederherstellbar sind. Wenn Ihr RAID-Array versagt, kontaktieren Sie DriveSavers umgehend!

