Presseberichterstattung: Geek Insider hebt einen kommunalen Cybersecurity-Vorfall hervor
Presseberichterstattung: Geek Insider hebt einen kommunalen Cybersecurity-Vorfall hervor

Andy Maus, Leiter der Cyber Recovery Services bei DriveSavers Data Recovery, wurde kürzlich in Geek Insider vorgestellt, wo er eine Analyse des Ransomware-Angriffs präsentierte, der Anfang dieses Jahres St. Paul, Minnesota, traf.
Der Artikel erläutert, warum Gemeinden nach wie vor bevorzugte Ziele von Cyberkriminellen sind, welche Lehren andere Städte aus vergangenen Vorfällen ziehen können und wie eine Stadt, ein Ort oder deren Verwaltungsgremium durch Vorbereitung und Planung ihre Systeme sowie die Öffentlichkeit durch Resilienz stärken kann.
Am 25. Juli 2025 entdeckte die Stadt St. Paul verdächtige Aktivitäten in ihrem Netzwerk. Bis zum 29. Juli hatten die Behörden den Großteil der städtischen Systeme heruntergefahren, um das einzudämmen, was der Öffentlichkeit zunächst als „digitaler Sicherheitsvorfall“ beschrieben wurde. Später wurde bestätigt, dass es sich um Ransomware handelte. Während Notfalldienste und kommunale Versorgungen weiterliefen, waren städtische Abteilungen stark betroffen – Mitarbeitende mussten ihre Zugangsdaten zurücksetzen und die Bevölkerung musste auf den Zugang zu wichtigen Online-Diensten warten.
Gemeinden sind häufige Ziele von Ransomware-Angriffen – nicht weil ihre Daten besonders wertvoll wären, sondern weil ihre Verteidigungssysteme oft unterfinanziert, veraltet und über weitläufige Netzwerke verteilt sind. Angreifer wissen, dass selbst kleinere Störungen – wie das Abschalten von Abrechnungssystemen oder Polizeidatenbanken – sofort Druck auf die lokale Verwaltung ausüben können.
Der Artikel von Geek Insider verweist auf bekannte Vorfälle in Baltimore (2019) und Atlanta (2018), bei denen die Lösegeldforderungen relativ gering waren, die Wiederherstellungskosten jedoch Millionenhöhe erreichten. Neuere Fälle wie jener der Ridgefield Public Schools in Connecticut zeigen, dass schnelles Eingreifen schlimmste Szenarien verhindern kann. Die zentrale Lehre bleibt: Mit dem Aufbau von Resilienz zu warten, ist deutlich teurer als frühzeitig zu investieren.
Andy betont, dass Resilienz Investitionen in Sicherheitsinfrastruktur, die Einführung von Zero-Trust-Prinzipien, Mitarbeiterschulungen und — entscheidend — eine gute Vorbereitung erfordert. Gemeinden sollten nicht nur Offline-Backups pflegen und Notfallpläne regelmäßig testen, sondern auch im Voraus einen vertrauenswürdigen Partner für Datenrettung bestimmen. Dieser Schritt stellt sicher, dass sie im Ernstfall schnell mit der Wiederherstellung beginnen können, ohne in der Krise externe Hilfe suchen zu müssen.
Die Ransomware-Attacke in St. Paul macht deutlich, dass jede Gemeinde sich mit einer neuen Realität auseinandersetzen muss: Ransomware ist kein Einzelfall mehr, sondern Teil des täglichen Betriebs städtischer Verwaltungen. Transparente Kommunikation, starke Schutzmaßnahmen und erprobte Wiederherstellungsstrategien sind entscheidend, um öffentliche Dienstleistungen und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zu sichern.

