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Google Pixel Datenrettung bei komplexen Mainboard-Defekten

Datenwiederherstellung von Google Pixel

bei komplexen Fehlern auf Platinenebene

Ein nicht funktionierendes Google Pixel wurde an DriveSavers übermittelt, nachdem es sich nicht mehr einschalten ließ und keinerlei Lebenszeichen zeigte — kein Bootvorgang, keine Vibration, kein Bildschirm, keine Reaktion beim Laden und kein messbarer Stromfluss trotz Stromverbindung.

Der Kunde, ein technisch versierter Stammkunde, benötigte dringend die Wiederherstellung seiner persönlichen Dateien – insbesondere Fotos, Videos und Nachrichten der letzten Jahre. Dieser Fall entwickelte sich zu einem mehrstufigen, hochsensiblen Wiederherstellungsprojekt, das Reparaturen auf Platinenebene und den Einsatz spezieller Android-Tools erforderte. Trotz eines vollständigen Hardwareausfalls konnte unser Team über 91 GB kritischer Daten erfolgreich retten.

Ausgangslage: Ein nicht reagierendes Pixel-Gerät

Das Gerät wies typische Symptome eines schwerwiegenden Defekts auf der Hauptplatine auf – ein Zustand, bei dem häufig angenommen wird, dass alle Daten verloren sind.

Die Techniker von DriveSavers stellten fest, dass keine Aktivität auf den wichtigen Kommunikationsleitungen zwischen CPU und den übrigen Komponenten messbar war. Obwohl äußerlich keine Schäden erkennbar waren, zeigte eine Signalprüfung eine unterbrochene Verbindung zwischen dem Prozessor und der Logikplatine.

Schritt 1: Wiederherstellung der CPU-Verbindung

Unter dem Mikroskop und mithilfe eines BGA-Rework-Systems entfernte das Technikteam die CPU vom Gerät, reinigte sowohl den Chip als auch die Platine und baute durch sogenanntes „Reballing“ die Kontakte neu auf.

Diese Arbeit erfordert äußerste Präzision – schon kleinste Abweichungen können umliegende Komponenten dauerhaft beschädigen. Nachdem die CPU erneut platziert und korrekt verlötet worden war, konnte wieder Signalaktivität auf den zuvor als „tot“ ermittelten Leitungen festgestellt werden. Das bestätigte, dass der Prozessor wieder mit dem System kommunizierte.

Doch damit war die Arbeit noch nicht abgeschlossen.

Schritt 2: Reparatur der Stromversorgung

Obwohl die CPU nun wieder funktionierte, ließ sich das Gerät noch immer nicht hochfahren. Die Techniker konzentrierten sich nun auf das Stromversorgungssystem. Durch den Einsatz einer Wärmebildkamera, eines Multimeters und spezieller Strominjektionswerkzeuge wurde ein defekter MOSFET identifiziert – ein Bauteil, das Spannung aneinen sicherheitsrelevanten Steuerchip weiterleitet.

Der defekte MOSFET wurde entfernt und durch ein Ersatzteil mit identischer Spezifikation ersetzt. Dies stellte die volle Stromversorgung der Platine wieder her und ermöglichte es dem Gerät, in einen stabilen, datenrettungsfähigen Zustand überzugehen.

Datenrettung vom Google Pixel

Mit proprietären Tools, die DriveSavers speziell für Android-Geräte entwickelt hat, konnten über 91 GB Daten wiederhergestellt werden – darunter Fotos, Videos, SMS/MMS, Anhänge, Anrufverläufe, Kontakte, Kalendereinträge und App-bezogene Dateien.

Unser Verfahren geht weit über einfaches Kopieren hinaus: Mithilfe spezieller Techniken stellen wir sicher, dass selbst komplexe Dateitypen vollständig, intakt und zugänglich bleiben. Alle wiederhergestellten Daten werden doppelt geprüft, und vor dem Versand wird eine verifizierte Sicherungskopie erstellt, um künftigen Datenverlust vorzubeugen.

Die Dateien werden in klar beschrifteten Ordnern organisiert, um dem Kunden eine einfache Navigation zu ermöglichen.

Was diese Wiederherstellung besonders machte

Die Pixel-Einheit wies zwei voneinander unabhängige, aber gleich schwerwiegende Platinenfehler auf:

  1. 1. Eine getrennte CPU-Verbindung, die jegliche Kommunikation verhinderte
  1. 2. Ein defekter Stromversorgungschip, der den Zugriff auf den sicheren Speicher blockierte

Keines der beiden Probleme war visuell erkennbar – beide erforderten fundierte Diagnostik und präzise Eingriffe auf Leiterplattenebene.

Fazit

Dieser Fall zeigt: Selbst ein scheinbar „totes“ Google Pixel bedeutet nicht zwangsläufig das Ende. Mit den richtigen Werkzeugen, Methoden und der nötigen Erfahrung ist eine vollständige Datenwiederherstellung selbst bei schwerwiegenden Hardwaredefekten möglich.

Egal ob physischer Schaden, Firmwarefehler oder eine benutzerdefinierte Android-Version – das Team von DriveSavers ist auf komplexe Fälle spezialisiert und rettet Daten, wo andere scheitern.

Mike Cobb, Leiter der Technik und Chief Information Security Officer (CISO)
Als Director of Engineering leitet Mike Cobb die täglichen Abläufe der Engineering-Abteilung, einschließlich der physischen und logischen Wiederherstellung von rotierenden Medien, SSDs, Smart-Geräten und Flash-Medien. Zudem überwacht er die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für vergangene, gegenwärtige und zukünftige Speichertechnologien. Mike fördert das Wachstum und stellt sicher, dass jede Abteilung und ihre Ingenieure kontinuierlich Wissen in ihrem Fachgebiet erwerben. Jeder DriveSavers-Ingenieur wurde so geschult, dass die erfolgreiche und vollständige Datenwiederherstellung oberste Priorität hat.

Als Chief Information Security Officer (CISO) ist Mike für die Cybersicherheit bei DriveSavers verantwortlich, einschließlich der Pflege und Aktualisierung von Sicherheitszertifizierungen wie der SOC 2 Typ II-Konformität, der Koordination der Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens sowie der Schulung der Mitarbeiter im Bereich Cybersicherheit.

Mike ist seit 1994 bei DriveSavers tätig und hat einen Bachelor-Abschluss in Informatik von der University of California, Riverside.

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